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Was machen, wenn mein Baby plötzlich spuckt?!

Mit Regurgitation, auch als Aufstossen bekannt, kommen die meisten Eltern irgendwann in Berührung. Dem Baby geht es super, bis es plötzlich ständig nach dem Trinken einen Teil der eingenommenen Nahrung wieder ausspuckt. Zu Beginn ist es einfach etwas eklig. Sobald aber die Menge immer mehr wird und man das Gefühl hat, dass es dem Kind nicht mehr gut geht, wird dann doch immer gerne der Kinderarzt konsultiert und gefragt was man machen kann. Aber was ist Regurgitation überhaupt?

Als Regurgitation wird das zurückfliessen von Nahrungsmitteln, die bereits im Magen sind, in den Mund bezeichnet. Bei Babys ist dies die häufigste Erkrankung im ersten Lebensjahr.1 Normalerweise beginnen die Probleme im 1. bis 4. Lebensmonat und gehen nach dem ersten Lebensjahr ohne Langzeitfolgen wieder zurück.2-4 Circa 40% aller Neugeborenen in den ersten 4 Lebensmonaten sind davon betroffen. Die folgenden zwei Kriterien müssen erfüllt sein, um von Regurgitation zu sprechen:

  • Zwei oder mehr Aufstösse im Tag und dies für mindestens 3 oder mehr Wochen
  • Keine Anzeichen von Würgen, Gedeihstörung, Fütterungs- oder Schluckbeschwerden sollten vorhanden sein5

Das häufige Aufstossen bei Säuglingen führt bei Eltern oft zu Ängsten und ist daher einer der häufigsten Gründe in den ersten sechs Lebensmonaten für einen Besuch beim Kinderarzt.6

Kann man etwas dagegen tun oder sollte man einfach abwarten?

In erster Linie wird empfohlen keine Medikamente zu geben,7 sondern vor allem die Eltern aufzuklären und zu beruhigen.8 Durch das Verstehen der Regurgitation wird für die Eltern auch ersichtlich, dass das Kind keine Schmerzen hat. Ab und zu werden Mittel zur Andickung der Milch empfohlen, welche jedoch nicht nachweislich erwiesen haben, dass sie helfen.9-10 Es gibt auch einige Hinweise, dass Bakterien etwas helfen können (z.B. der L. reuteri DSM 17938).

Regurgitation beim Kleinkind
Regurgitation beim Kleinkind

Dann gibt es noch einige kleine Tricks, die angewendet werden können:

  • kleinere Mahlzeiten, dafür häufigeres Füttern
  • darauf achten, ob das Bäuerchen gemacht wurde
  • Windeln nicht zu eng anziehen
  • Nach den Mahlzeiten das Baby in Rückenlage etwas aufrecht ablegen

Sollte dies alles auch nichts bringen, heisst es einfach durchhalten. Das hört sich immer sehr einfach an, kann aber doch sehr nervenaufreibend sein. Hohlt euch Hilfe von Grosseltern, Geschwistern oder Freunden und überlasst ihnen einmal das Füttern. Etwas Abstand kann Wunder bewirken und die nächste Mahlzeit wird wieder mit mehr Elan gegeben.

Referenzen: 1) Van Tilburg et al., (2015). 2) Baird et al., (2015). 3) Davies et al., (2015). 4) Hegar et al., (2009). 5) Benninga et al., (2016). 6) Francavilla et al., (2015). 7) Walls, (2019). 8) Zeevenhooven et al., (2017). 9) Bell et al., (2018). 10) Dahlen et al., (2018).

Autore. F. H.
Erstellt: 17.08.2022

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