Die Alterung der Bevölkerung ist eine der grössten sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen unsere Gesellschaft konfrontiert ist. In den meisten Industrieländern nimmt die Zahl der älteren Menschen zu. Die Schweiz bildet hier keine Ausnahme. Offizielle Statistiken lassen vermuten, dass sich in den nächsten 30 Jahren die Zahl der Rentner, also Personen im Alter von 65+ Jahren, verdoppelt haben wird.
Eine Dysphagie ist eine Störung des Schluckaktes, die eine oder mehrere Phasen des Schluckvorgangs betreffen kann. Normalerweise verläuft der Schluckmechanismus ohne dass man daran denken muss. Ältere Menschen empfinden aber häufig beim Schlucken von Nahrung oder beim Trinken ein Unbehagen und damit Schwierigkeiten beim Schlucken. Die Intensität der Schluckbeschwerden kann sehr unterschiedlich sein und von einfachen Beschwerden bis hin zur völligen Unfähigkeit zu schlucken reichen. Die grösste Gefahr, die mit diesen Störungen verbunden ist, ist die Gefahr, dass die Nahrung, der Speichel oder sogar der Nasenschleim anstelle in die Speiseröhre zu gelangen, eingeatmet wird und dies zu einer Verschluckungsgefahr führen kann. Bei älteren Menschen kann diese Situation noch verschärft werden, wenn der schützende Hustenreflex, der diese Fragmente abstossen würde, geschwächt ist.